Der WordPress Gutenberg-Editor: Die 5 wichtigsten Standard-Blöcke für Anfänger

Wer das erste Mal den WordPress-Editor (auch bekannt als „Gutenberg“) öffnet, fühlt sich oft wie in einem Cockpit: Überall verstecken sich Menüs, und statt einer großen Textwüste arbeitet WordPress mit sogenannten „Blöcken“. Jedes Bildelement, jeder Absatz und jede Überschrift ist ein eigener, flexibler Baustein.

Das kann am Anfang verwirrend sein, ist aber das mächtigste Werkzeug für deine Website. Wenn du die 5 wichtigsten Standard-Blöcke beherrschst, tippst und formatierst du deine Artikel in Zukunft doppelt so schnell.

Hier ist deine Klickanleitung für die wichtigsten Gutenberg-Basics.

Vorab-Tipp: Das wichtigste Werkzeug (Die Listenansicht)

Bevor wir zu den Blöcken kommen, merke dir diesen einen Klick: Ganz oben links in der Editor-Leiste findest du ein Icon mit drei versetzten horizontalen Linien. Das ist die Listenansicht. Klicke sie immer an! Sie öffnet eine linke Seitenleiste, die dir wie ein Stammbaum genau anzeigt, welcher Block wo liegt. Das spart Nerven beim Verschieben von Elementen.

1. Der Absatz-Block (Paragraph) – Für normalen Text

Das ist der absolute Standard-Block für all deine Fließtexte.

  • Wie du ihn erstellst: Du musst ihn nicht einmal extra suchen. Klicke einfach auf die leere Seite und fang an zu tippen. WordPress erstellt automatisch einen Absatz-Block.
  • Pro-Tipp: Wenn du Enter drückst, springt WordPress in einen neuen Absatz-Block (mit einem schönen Abstand dazwischen). Möchtest du nur eine normale neue Zeile ohne Abstand erzeugen, drücke stattdessen Shift + Enter.

2. Der Überschrift-Block (Heading) – Für Struktur und SEO

Überschriften teilen deinen Text auf und sind extrem wichtig für Google, um das Thema deiner Seite zu verstehen.

  • Wie du ihn erstellst: Drücke Enter, klicke auf das blaue „+“-Zeichen und wähle Überschrift. Alternativ tippst du einfach ein Raute-Zeichen gefolgt von einem Leerzeichen (# ) ein, um blitzschnell eine Überschrift zu erzeugen.
  • Die Hierarchie (H1 bis H6): Der Titel deines Beitrags ist automatisch die H1 (die gibt es nur einmal pro Seite). Deine Zwischenüberschriften im Text stellst du im rechten Block-Menü auf H2. Unterpunkte innerhalb einer H2 werden zu einer H3, und so weiter.

3. Der Listen-Block (List) – Für die schnelle Übersicht

Niemand liest gerne endlose Textwüsten. Aufzählungen lockern deinen Artikel auf und halten die Leser bei der Stange.

  • Wie du ihn erstellst: Suche nach dem Block Liste oder tippe einfach ein Minus-Zeichen gefolgt von einem Leerzeichen (- ) ein. WordPress wandelt den Block sofort in einen Aufzählungspunkt um.
  • Optionen: Du kannst im kleinen Menü über dem Block jederzeit zwischen normalen Aufzählungspunkten (Bullet Points) und einer nummerierten Liste (1., 2., 3.) umschalten.

4. Der Bild-Block (Image) – Für das visuelle Erlebnis

Ein passendes Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit dem Bild-Block bettest du Fotos oder Grafiken direkt in deinen Text ein.

  • Wie du ihn erstellst: Füge den Block Bild hinzu. Du kannst nun eine Datei direkt von deinem Computer hochladen oder ein bereits vorhandenes Bild aus deiner Mediathek auswählen.
  • Wichtig für SEO: Wenn du ein Bild anklickst, findest du rechts im Menü das Feld „Alt-Text“ (Alternativer Text). Beschreibe dort in einem kurzen Satz, was auf dem Bild zu sehen ist. Das hilft sehbehinderten Menschen und sorgt dafür, dass deine Bilder in der Google-Bildersuche gefunden werden.

5. Das Kadence „Row Layout“ (Zeilenlayout) – Für das perfekte Design

Dieser Block gehört zwar nicht zum nackten WordPress-Standard, aber da wir mit den Kadence Blocks arbeiten, ist er dein wichtigstes Werkzeug für Layouts.

  • Was er tut: Er teilt deine Seite in Spalten auf (z. B. 2 oder 3 Spalten nebeneinander). Er dient wie ein Container, in den du wiederum andere Blöcke (wie Texte, Buttons oder Bilder) hineinschmeißen kannst.
  • Anwendung: Nutze das Row Layout immer dann, wenn du farbige Hintergründe anlegen willst (wie bei unserer Startseite) oder Inhalte schick nebeneinander statt untereinander platzieren möchtest.

Fazit: Übung macht den Meister

Der Gutenberg-Editor fühlt sich am ersten Tag vielleicht ungewohnt an, aber nach drei Artikeln wirst du ihn lieben. Durch das Block-System ist es nahezu unmöglich, das Design deiner Website versehentlich zu zerschießen.

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