Die versteckten Kosten von Website-Baukästen: Was Wix, Squarespace & Co. wirklich kosten

„Deine eigene Website ab 0 Euro!“ oder „Professionelle Homepage für nur 5 Euro im Monat!“ – Wer im Jahr 2026 nach einer einfachen Möglichkeit sucht, eine Website zu erstellen, wird von den Kampfpreisen der großen Baukasten-Anbieter wie Wix, Squarespace oder Jimdo förmlich erschlagen.

Das klingt nach einem unschlagbaren Schnäppchen. Doch wer nicht genau hinschaut, tappt in eine teure Abo-Falle.

Baukästen funktionieren nach dem sogenannten „Drucker-Patronen-Prinzip“: Der Einstieg ist günstig oder gar gratis, aber jeder spätere Handschlag kostet extra. Wir zeigen dir die versteckten Kosten, die in den Hochglanz-Prospekten gerne im Kleingedruckten verschwinden.

1. Die „Kostenlos-Falle“ (Der unbrauchbare Gratis-Tarif)

Ja, du kannst bei vielen Anbietern eine Website komplett kostenlos erstellen. Aber diese Tarife sind für jeden, der die Seite auch nur halbwegs ernsthaft betreiben will, absolut unbrauchbar:

  • Keine eigene Domain: Deine Adresse lautet dann zum Beispiel [deinname.wixsite.com/meinprojekt](https://deinname.wixsite.com/meinprojekt). Das merkt sich kein Kunde und es wirkt extrem unprofessionell.
  • Fremdwerbung: Der Anbieter schaltet auf deiner (!) Website eigene Werbebanner, die du nicht kontrollieren kannst und für die du keinen Cent siehst.

Um das zu ändern, musst du in einen kostenpflichtigen Premium-Tarif wechseln. Und ab hier beginnt der Gebühren-Dschungel.

2. Das Domain-Erwachsenwerden (Kosten ab Jahr 2)

Viele Baukästen locken damit, dass die eigene Wunschdomain (z. B. .de oder .com) im ersten Jahr gratis enthalten ist.

  • Das Versteckte: Ab dem zweiten Jahr schlagen die Anbieter bei der Domain-Verlängerung oft ordentlich zu. Während eine .de-Domain bei einem normalen Webhoster ca. 5 bis 12 Euro pro Jahr kostet, verlangen Baukästen dafür gerne mal 20 bis 35 Euro jährlich.

3. Professionelle E-Mail-Adressen kosten extra

Du möchtest eine seriöse E-Mail-Adresse passend zu deiner Website (z. B. )?

  • Bei einem normalen WordPress-Webhosting für 4 Euro im Monat sind meist unbegrenzt viele E-Mail-Postfächer bereits inklusive.
  • Bei Wix, Squarespace & Co. ist das oft nicht der Fall. Hier musst du meistens ein separates Paket (häufig über Google Workspace) dazubuchen. Das kostet im Jahr 2026 schnell zwischen 6 und 12 Euro zusätzlich – und zwar pro Monat und pro Postfach!

4. Die App- und Funktions-Maut

Du möchtest ein einfaches Buchungstool für deine Kunden integrieren? Ein erweitertes Kontaktformular? Oder eine schicke Bildergalerie, die etwas mehr kann als der Standard?

  • Während es in der WordPress-Welt für fast alles ein kostenloses, mächtiges Plugin gibt, lassen sich Baukasten-Anbieter Sonderfunktionen in ihren App-Stores vergolden. Viele nützliche Erweiterungen gibt es nur gegen eine monatliche Zusatzgebühr von 3 bis 15 Euro.

5. Das Speicherplatz- und Bandbreiten-Limit

In den kleineren Tarifen (die meistens gebucht werden) ist der Speicherplatz oft stark begrenzt (z. B. auf 3 bis 5 GB). Wenn du viele hochauflösende Bilder oder ein paar kurze Videos hochlädst, ist das Limit schnell erreicht. Das System zwingt dich dann zu einem Upgrade in den nächsthöheren Tarif, der direkt einige Euro mehr pro Monat kostet.

Fazit: Der ehrliche Kostenvergleich (Auf 3 Jahre gerechnet)

Schauen wir uns an, was eine solide Business-Website (ohne Onlineshop, aber mit eigener Domain und einer professionellen E-Mail-Adresse) über einen Zeitraum von drei Jahren im Jahr 2026 wirklich kostet:

KostenfaktorKlassischer Baukasten (z. B. Wix / Squarespace)Selbstbau mit WordPress (inkl. Hosting)
Monatliche GrundgebührCa. 15 € – 25 €0 € (WordPress ist kostenlos)
Webhosting & DomainInklusive (ab Jahr 2 Domain extra: ~25 €/Jahr)Ca. 4 € – 6 € / Monat (Domain inkl.)
E-Mail-PostfachCa. 6 € / Monat extraInklusive
Gesamtkosten nach 3 Jahren🛑 Ca. 750 € – 1.100 €🟢 Ca. 150 € – 220 €

Das finale Urteil:

Baukästen sind nicht per se schlecht – sie bezahlen die Bequemlichkeit und die gesparte Technik-Arbeit aber mit einem saftigen Aufpreis. Wer langfristig denkt, flexibel bleiben will und das Geld lieber in sein Marketing statt in monatliche Systemgebühren stecken möchte, fährt mit einem schlanken WordPress-Hosting auf lange Sicht um ein Vielfaches günstiger.

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